Über den Praxisteil des Storytelling-Buches

Zunächst einige Vorbemerkungen über die Auswahl der Unternehmen im Praxisteil des Buchs:

Die Auswahl der Unternehmen
Die Auswahl der Unternehmen habe ich mir wahrlich nicht leicht gemacht. Ich habe über verschiedene Netzwerke herumgefragt und über mehrere Monate hinweg selbst nach guten Praxisbeispielen gesucht – und ich war überrascht, dass viel weniger zu finden war als ich gedacht hatte.

Auffallend war, dass viele Unternehmen auf ihren Social-Media-Kanälen einfach nur Produktangebote oder Produktbilder zeigen – und mehr nicht. Wer sich durch die Auftritte von Gaststätten, Friseuren oder Optikern hindurchklickt, bekommt reihenweise die gleichen Bildmotive angezeigt, entweder Teller mit Gerichten, oder frisch gestylte Hinterköpfe oder Brillenmodelle. Dazwischen gibt es inhaltlich nicht viel anderes. Vielleicht mal eine Meldung über das Kommen oder auch Gehen von Azubis. Mehr ist in der Regel nicht zu finden, weshalb leider keine Gaststätten bei den Praxisbeispielen vorgestellt werden.

Bei anderen Branchen ein ähnliches Bild. Sehr viele Betriebe zeigen einfach nur ihre Produkte und Angebote, aber nur wenige zeigen beispielsweise mehr zur Entstehung des Produkts (Bilder und Erklärungen wieso, weshalb, warum), zur Logistik (wann oder wie wird das benötigte Material geliefert oder wann und wie wird das Produkt ausgeliefert) oder zu den Mitarbeitern, die dafür sorgen, dass alles zur rechten Zeit am rechten Platz ist.

Nicht alles ist perfekt!
Bei der Auswahl habe ich daher in erster Linie darauf geachtet, dass ein Unternehmen nicht nur das Angebot präsentiert, sondern auch (zumindest ab und zu) mehr über sich oder über die Hintergründe oder über den Alltag erzählt.

Nicht immer ist alles perfekt! Bei manchen Unternehmen (aber nicht bei allen!) war zum Beispiel die Website nicht perfekt gestaltet, auf Social-Media-Kanälen gab es hingegen gute Beispiele für Storytelling. Aus diesem Grund habe ich bei kleineren Unternehmen weniger auf eine Hochglanz-Website geachtet. Statt der Ästhetik war viel wichtiger, ob kleine Unternehmen über sich, ihre Mitarbeiter, ihren Alltag und ihre Angebote erzählen – auch wenn es vielleicht nicht so häufig oder so regelmäßig ist, wie es bei Profis der Fall wäre.

Und ein weiterer Grund, warum hier Beispiele gezeigt werden, die nicht perfekt sind: wäre hier nur ein perfektes Beispiel nach dem anderen zu finden, könnte sich der eine oder andere Leser schnell ENTmutigt fühlen – stattdessen geht es in dem Buch jedoch darum, möglichst viele Leser zum eigenen Storytelling zu ERmutigen! Um mit Storytelling anzufangen, müssen Sie nicht warten, bis bei Ihnen alles perfekt ist!

Klein genug oder schon zu groß?
Insgesamt war die Auswahl bei kleinen Unternehmen nicht besonders groß und so habe ich mich auch über etwas Unternehmen gefreut, die schon etwas größer waren und die als Praxisbeispiel dienen konnten. Bei meinen Befragungen habe ich nicht nach betriebswirtschaftlichen Zahlen geschaut, daher ist möglicherweise auch das eine oder andere größere Unternehmen unter den Praxisbeispielen zu finden, das streng genommen nicht mehr zu den KMU-Unternehmen zählt. Trotzdem können auch Beiträge der etwas größeren Firmen als Beispiel dienen für Betriebe mit weniger großem Budget.
Keine Profi-Erzähler und Vereine?
Nachdem ich in meinem Umfeld nach Empfehlungen für Storytelling-Beispielen gefragt habe, bin ich in Kontakt gekommen mit Heiko Müller von www.people-abroad.de und habe lange überlegt, ob es passt, Profi-Erzähler wie ihn im Buch aufzunehmen. Letzten Endes habe ich mich anders entschieden. Denn im Unterschied zu einem Unternehmen mit einem Produkt, wo die Geschichte das Unternehmen oder das Produkt präsentiert, ist bei journalistisch tätigen Bloggern das Schreiben und Geschichtenerzählen bereits das Produkt. Insofern schien mir das vom Ansatz her nicht wirklich passend. Ähnlich ist es mit dem Filmemacher Rüdiger Lorenz und seinem Projekt über alte Handwerksmeister. Auch bei www.handwerksvideos.de ist die Geschichte identisch mit dem Produkt (sich die Reihe anzuschauen, lohnt trotzdem).

Ebenfalls nicht berücksichtigt sind Initiativen oder Vereine, die kein richtiges Produkt vermarkten, sondern nur für eine gute Sache werben. So gibt es zahlreiche Tierschutzvereine oder andere sozial engagierte Initiativen, die emotional sehr berührende Geschichten erzählen. Das Buch soll sich jedoch thematisch eher auf das Storytelling von Unternehmen konzentrieren.

Die künftige Aktualität und Qualität der Beiträge
Die Auswahl habe ich über einen Zeitraum von mehreren Wochen getroffen – ich kann aber in keine Kristallkugel kucken und abschätzen, ob ich diese Auswahl auch in ein paar Jahren nochmal treffen würde. Ich kann keine Garantie für die künftige Aktualität geben und ebenso wenig für die Qualität der Beiträge in der Zukunft. Möglicherweise bleibt in einem der vorgestellten Unternehmen aus innerbetrieblichen Gründen weniger Zeit für die Pflege der Online-Auftritte. Oder der Marketing- oder Social-Media-Verantwortliche räumt seinen Posten und jemand anderes übernimmt den Job, der sich aber mit weniger Liebe und Leidenschaft darum kümmert, so dass das Pflänzchen Storytelling im Lauf der Zeit vertrocknet. Das nur als kleiner Hinweis, falls Sie das Buch erst in einigen Jahren zur Hand nehmen und sich dann wundern …
Manchmal abgekürzt: die Links
Bei den Praxisbeispielen im Buch finden Sie einige Links. Sofern die Links sinnhaft und leicht abzutippen sind (z.B. www.unternehmensname.de/blog/artikelname), habe ich den Link in der Originalform belassen.
Wenn ein Link jedoch sehr kryptisch ausgesehen hat (z.B. www.socialmediadingsdaplattform.com/story.php?story_fbid=187935238787234&id=4752874692384 etc.), was das Abtippen aus dem Buch sehr fehleranfällig macht, habe ich die Links über den bit.ly-Service in eine Kurzform (z.B. www.bit.ly/GjdM…) gebracht.
Wie sind die Inhalte sortiert?
Bei der Einteilung der vielen Praxisbeispiele wollte ich zunächst ganz branchenbezogen vorgehen, aber dann hätte es sehr viele Handelsunternehmen und Lebensmittelproduzenten gegeben, ein paar Handwerksbetriebe – und wohin dann mit den anderen Unternehmen? Zumal es ein Unternehmen gibt, das eigene Lebensmittel herstellt und zusammen mit zugekauften Lebensmitteln im Laden verkauft. Soll das zu Herstellern? Oder zu Händlern? Anstatt viel zu lange über die richtige Systematik zu grübeln, habe ich beschlossen, die Inhalte thematisch zu sortieren und zwar wie folgt:

  • Kapitel 11: Leckeres zum Essen
  • Kapitel 12: Genussreiches zum Trinken
  • Kapitel 13: Für Freizeit und Hobby
  • Kapitel 14: Verreisen und Entdecken
  • Kapitel 15: Immer gut angezogen
  • Kapitel 16: Schöne Dinge
  • Kapitel 17: Für Haus und Garten
  • Kapitel 18: Technische Produkte und Leistungen
  • Kapitel 19: Wirtschaftliches und Geschäftliches

Zu guter Letzt: die Offenlegung
Offenlegung/Disclosure: Die Auswahl und die Portraits der Unternehmen sind ohne finanzielle oder andere materielle Vorteile entstanden. Die einzige Zuwendung, die ich für das Buch erhalte, ist das übliche Autorenhonorar vom Verlag.

Nicht im Buch enthalten

Während der Entstehung des Buches war ich mit Dutzenden von Unternehmen in Kontakt. Letzten Endes sind aber nur vier Dutzend im Buch enthalten.

Einige Unternehmen sind mir durch ihr Storytelling aufgefallen, allerdings war der Ansprechpartner ständig unter Zeitdruck, so dass am Ende kein Eintrag zustande kam; andere Unternehmen habe ich nicht aufgenommen, weil sie einfach zu groß waren; bei wiederum anderen passte es aus einem anderen Grund nicht.

Dennoch wollte ich diese Unternehmen nicht ganz unter den Tisch fallen lassen, daher habe ich die nicht im Buch enthaltenen Unternehmen in einem Blogbeitrag aufgeführt, Sie finden die Hinweise unter „Praxisbeispiele fürs Storytelling“.