Fast keine Zeit mehr für frische Beiträge

In den letzten Wochen war hier nicht viel los. Und ich habe auch ein ziemlich schlechtes Gewissen deswegen. Schließlich hatte ich im Buch geschrieben, wie wichtig es ist, sich kontinuierlich auf seinen Social-Media-Kanälen zu zeigen. Der gute Wille ist bei mir durchaus da, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Dank Corona plötzlich mehr Zeit

Als Corona-Geschehen in Deutschland im März richtig Fahrt aufnahm, war es bei mir schlagartig sehr ruhig. Die üblichen Auftraggeber und Kooperationspartner schienen allesamt in eine Abwarten-und-Tee-trinken-Haltung versunken zu sein. Das war erst einmal nicht schlimm für mich, plötzlich hatte ich richtig viel Zeit, auf Social-Media-Kanälen präsenter zu sein und auch mein Angebot als Schreibberaterin stärker in Szene zu setzen. Ich glaube, ich war noch nie so aktiv auf Social Media wie im März bis in den April.

Aber im späten April hat’s mich erwischt. Das war so doll, dass ich dachte, ich hätte Corona (ohne den Husten, die anderen Symptome haben alle gepasst, hohes Fieber und starke Kopfschmerzen, der Infekt war echt vom Feinsten). Als das Testergebnis (fast eine Woche hat es gedauert, bis es überhaupt da war!) dann „negativ“ lautete, konnte ich es kaum glauben. Naja, ohne Corona durfte/konnte ich zumindest mal in die Arztpraxis gehen. So stellte ich dann nach einer Woche heraus, dass es „nur“ die Nebenhöhlen waren und nach ein paar Tagen mit Antibiotikum ging’s wieder besser. Aber durch das lange Liegen war ich körperlich ziemlich platt. Einmal Treppe steigen und ich war schwer erholungsbedürftig. Insgesamt war ich quasi mehrere Wochen weg vom Fenster. Aber ohne aktuelle Aufträge ist das nicht weiter aufgefallen.

Und plötzlich fehlt wieder für Social Media die Zeit

In der Zeit von Krankheit und Rekonvaleszenz habe ich jedenfalls über einer neuen Buchidee gebrütet, die ich eigentlich schon viele Jahre mit mir herumschleppe. Dieses Mal kein Sachbuch, sondern ein belletristisches Buch. Mehr verrate ich jetzt nicht.

Also bin ich mit Feuereifer im Mai an die Planung des Buches gegangen, habe fleißig recherchiert und Notizen gemacht, habe angefangen, an der Struktur bzw. am Plot zu arbeiten. Trotz Fleiß und Feuereifer liegt das Projekt jetzt wieder brach. Denn auf einmal kamen wieder recht viele Aufträge rein. Und kaum hatte ich die ersten Projekte wieder vom Tisch und habe den Lichtstreif am Horizont für mein neues Buchprojekt gesehen, landeten wieder die nächsten Aufträge auf dem Tisch.

Und jetzt ist der nächste Zeitfresser da

Was mir momentan aber viel Zeit wegfrisst, ist mein neues Morgenprogramm. In den letzten Jahren war ich viel zu viel am Schreibtisch und habe viel zu wenig für mein körperliches Fitsein gemacht. Nach dem überstandenen Infekt ist mir bewusst geworden, dass ich in dieser Hinsicht endlich mal aktiv werden sollte. Also habe ich angefangen, morgens unterwegs zu sein.

Da ich ziemlich untrainiert war, bin ich am Anfang einfach nur spazierengegangen, allerdings nicht gemütlich, sondern schon in einem strammen Tempo. Bald schon habe ich die Distanzen erhöht. Am Anfang waren es nur 1 oder 1,5 km, dann habe ich den Weg erweitert und bin auf ca. 3 km gekommen, seit kurzem habe ich es gesteigert auf 5 bis 6 km. Jaja, das sind Distanzen, bei denen jeder sportlich trainierte Mensch schmunzeln wird, aber für mich ist es durchaus ein Anfang.

Klar ist dabei, dass sich diese Entfernungen nicht in zehn Minuten nebenbei erledigen lassen. Anfangs war ich eine halbe Stunde morgens unterwegs, dann eine Stunde, inzwischen bin ich täglich frühmorgens mehr als eine Stunde draußen. Multipliziert mit sieben Tagen die Woche bedeutet, dass ich nach Adam Riese fast einen Arbeitstag darauf verwende, munter durch die Landschaft zu marschieren.

Auf der einen Seite tut mir das sehr gut und ich finde richtig Gefallen daran. Auf der anderen Seite habe ich jetzt noch weniger Zeit für Blog und Social Media. Das mag sicherlich auch damit zu tun haben, dass ich nicht als Single in einer 2- oder 3-Zimmer-Wohnung in einer Stadt lebe, sondern stattdessen auf einem Dorf mit Familie und Haustieren und einem großen Garten (für den ich in den letzten Jahren sowieso nie richtig Zeit hatte, im Garten ist mehr oder weniger Wildwuchs angesagt, was wiederum die Welt der Insekten freuen dürfte).

Kurz und gut: schon als ich die ersten Seiten hier geschrieben habe, habe ich erzählt, wie knapp die Zeit bei mir ist. Also bitte nicht wundern, wenn in den nächsten Wochen nicht viele frische Artikel erscheinen. Ideen hätte ich genug! Aber es fehlt einfach an der Zeit, alle Ideen umzusetzen … seufz …

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